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Sonntag, 01. Februar 2015

Tanz

Klass.Ballett Di 20.00-21.00 Uhr Halle 3/Gymn.Raum
Ballett-Abt. Anfänger 3-6 Jahre Mi 16.00-17.00 Uhr Halle 3/Gymn.Raum
Ballett-Abt.Anfänger 8-offen Mi 17.00-18.00 Uhr Halle3/Gymn.Raum
Ballett-Abt. Fortgeschrittene Mi 18.00-19.00 Uhr Halle 3/Gymn.Raum

Ballett: Publikum restlos begeistert

MTV-Ballett brilliert mit der Aufführung des Märchenballetts „Nussknacker“

Es kommt sicherlich nicht allzu oft vor, dass die Sitzplätze der Aula im Schulzentrum an der St.-Annen-Straße bei einer kulturellen Veranstaltung in Seesen restlos ausverkauft sind. Was nur wenigen vor ihnen gelang, machten die rund 40 kleineren und größeren Mädchen der Ballett-Abteilung des MTV Seesen mit ihrer einmaligen Aufführung des Märchenballetts „Nussknacker“ und unter der Leitung von Angela Göbel am vergangenen Sonnabend nun auch möglich. Es ist sicherlich dem guten Ruf geschuldet, der dem MTV-Ballett inzwischen vorauseilt, wenn die Eintrittskarten für seine – leider immer nur einmal stattfindende – Aufführung innerhalb kürzester Zeit vergriffen sind. Und dass es eine derartige Aufführung trotz des damit verbundenen immensen Aufwandes der Vorbereitung nur einmal gibt, liegt daran, dass es sich bei den Akteuren, die dort bei der Aufführung auf der Bühne stehen, um junge und teilweise noch jüngere Mädchen handelt, deren physischen Kräfte nicht überfordert werden dürfen. Doch nun zum Stück, zu seiner Handlung. „Nussknacker“ ist ein märchenhaftes Weihnachtsballett in zwei Akten, das die Kinder getanzt und gesprochen zur Musik von Peter Tschaikowsky wunderbar umgesetzt haben.Der Zauberer Blaubart hasst Weihnachten und möchte das Fest der Liebe mit Hilfe seiner Mäuse am liebsten ganz und gar abschaffen. Doch soll es in der Weihnachtsnacht keine strahlenden Kinderaugen mehr geben und auch keine Freude über schöne Puppen und anderes Spielzeug ? Rat weiß da wohl nur die Weihnachtsfee.Der „Nussknacker“ und die Puppenfee beschließen, sich auf die Erde zu begeben und dort dem bösen Zauberer Blaubart Einhalt zu gebieten. Auf der Erde selbst hat Klara inzwischen einen merkwürdigen Traum: Gemeinsam mit ihrer Cousine Amilia folgt sie dem „Nussknacker“ und der Puppenfee; dabei erleben beide märchenhafte Abenteuer, die nur das eine zum Ziel haben, nämlich die Rettung des Weihnachtsfestes.So gibt es einen Kampf zwischen dem „Nussknacker“ und dem Zauberer Blaubart; die Schneekönigin des Nordens entfacht eisige Winterstürme, in die die Kinder hineingeraten. Und nur dank der Hilfe des mutigen „Nussknacker“ und der guten Schneekönigin des Südens sowie der Kraft der Sonne und der kleinen Sonnenkinder gelingt ihre Rettung.Nach diesen aufregenden Erlebnissen kommt die Einladung der Zuckerfee gerade zur rechten Zeit, denn in ihrem Reich wachsen Limonadenbäume, es gibt Zäune aus Zuckerstangen, Häuser aus Marzipan und andere Dinge, die Kinderherzen höher schlagen lassen. Klara und Amilia bewegen sich in einem Märchentraum.Zu seiner völligen Überraschung bekommt der Zauberer Blaubart und trotz seiner bewiesenen Boshaftigkeit ein Geschenk von der Blumenfee überreicht. Es ist sein erstes Weihnachtsgeschenk überhaupt, welches er in seinem Leben erhält. Total überwältigt von so viel Liebe und Glück möchte er nun jedes Jahr Weihnachten feiern.Wen wundert es da noch, wenn Klara beim Erwachen sich die Augen reibt und fragt: „Habe ich das alles nur geträumt – oder vielleicht doch nicht?“ Denn wie man weiß: In der Weihnachtsnacht ist alles möglich. Hatte es zwischendurch immer schon wieder Szenenapplaus gegeben, so kannte die Begeisterung des Publikums zum Schluss der Aufführung schier keine Grenzen mehr. Als dann auch die eingeforderte Zugabe vorüber war, versanken die Akteure auf der Bühne förmlich in einem Meer von Blumen. Blumen, überreicht als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für diese wirklich toll dargebrachte Leistung. Günter Friebe, seines Zeichens 2. Vorsitzender des MTV, hatte es sichtlich schwer, sich Gehör für seine Dankesworte zu verschaffen, als er der „Mutter des MTV-Balletts“, Angela Göbel, auf der Bühne ebenfalls einen Blumenstrauß überreichen wollte.Dank sei an dieser Stelle aber auch gesagt an alle Sponsoren, an alle Helfer vor und hinter der Bühne, die gebastelt, beleuchtet, genäht, die vor und während der Vorstellung betreut, geschminkt und verkauft haben – kurzum an alle, die durch ihre Mithilfe auch diese Aufführung wieder überhaupt erst möglich gemacht haben.Wie nebenbei in Erfahrung gebracht werden konnte, wird es in zwei Jahren die nächste Aufführung des MTV-Balletts geben. Titel oder Thema wurde aber noch nicht verraten. Warten wir es ab und freuen wir uns auf diesen ganz bestimmten Nachmittag im November 2016 – er wird sicherlich genau so schön wie dieser inzwischen vergangene.
Herbert Sander

Ballett begeisterte mit "Alice im Wunderland"

Kinderbuchklassiker brillant auf die Bühne gebracht  

"Volles Haus", „Zugabe“-Rufe und frenetischer Beifall des restlos begeisterten Publikums in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula des Schulzentrums - das war der Dank für die großartige Leistung, welche die kleinen und großen Mitglieder des MTV-Balletts mit der Aufführung des Märchenballetts "Alice im Wunderland" am Sonnabend, 10. November auf die Bühne brachten. Unter der Choreografie und Leitung von Angela Göbel ließen sie die Fantasiewelt dieses Kinderbuchklassikers mit tempogeladenen Tanzszenen und einer zum Stück passenden Auswahl von unter die Haut gehenden bekannten Filmmusiken aufleben. Die Zuschauer waren gleich von Anfang an mittendrin im Geschehen und brachten ihre Begeisterung zwischendurch bereits mit Szenenapplaus zum Ausdruck, wurde auf der Bühne doch nicht nur ausdrucksvoll getanzt, gespielt und gesprochen, sondern es gab auch gefühlvollen Spitzentanz zu sehen. Getanztes, gespieltes und gesprochenes (Laien)-Tanztheater vom Feinsten eben. Zur Handlung: Von Alice Kingsleigh (Jasmin Sander) wird erwartet, dass sie ein häusliches Leben führt und später einen „Blaublütigen“ heiratet. Aber sie hat andere Vorstellungen; sie möchte unbedingt frei und unabhängig sein und vertraut darauf, dass ihr Traum von Freiheit, Liebe und Glück eines Tages wahr wird. Da wird sie vom weißen Kaninchen (Pauline Jahn) in ein sagenhaftes Reich gelockt und trifft dort auf so skurrile Wesen wie das Einhorn (Elena Schneider), die Grinsekatze (Josephine Morsch), den Märzhasen (Lia Ortlepp) und den Hutmacher Tarrant (Ursula Dietrich). Am Tage der Schreckensfurcht verwandelt die rote Königin (Lea-Christina Heidt) Unterland in ein finsteres Land und lässt ihre Schwester, die freundliche weiße Königin (Carolin Ertel), von ihren Kämpfern entführen. Die roten Ritter verbrennen weite Teile des Landes und hinterlassen eine breite Spur von Verwüstung und Traurigkeit. Um das Volk von der Schreckensherrschaft der roten Königin zu befreien, gibt es nur einen Weg: Am Blumantag muss die Karo-Dame (Tanja Dietrich), Kämpferin der roten Königin, mit einem Schwert erschlagen werden. Denn so steht es geschrieben. Und laut Vorbestimmung gibt es nur eine Person, die diese Aufgabe übernehmen und so durch ihr Tun Unterland retten kann. Ihr Name ist: Alice Kingsleigh. Die abenteuerliche Reise in Unterland mit ihren fantastischen Abenteuern macht aus Alice eine junge selbstbewusste Frau, die fortan bereit ist, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und die gelernt hat: Gehe nicht zu weit – aber immer weit genug ! In weiteren Rollen spielten mit: Schmetterling: Frederike Gerhardts, Feuer: Rahel Beer, Gefangen Dame: Sina Mötzing, Räuberhauptfrau: Ingeborg Kern, Räuberhauptmann: Nadja Konrad. Rote Ritter, sowie kleine weiße Blumen, große weiße Blumen und Räuber: Lia Marie Stoyanov, Chantal Sander, Melisa Altincekic, Eileen-Denise Konrad, Juliette Bittel, Amelie Künkel, Josie Just, Laura Just, Isabell Skrzipczyk, Emelie Werries. Kleine weiße Blumen: Antonia Bittel, Hannah Elina Brandes, Nele Petersen, Larissa Trott, Marietta Stoppok, Lina Martin, Diana Hettrich, Larissa Niemz, Hannah-Sophie Willers. Zur Begrüßung der Gäste standen Angela Göbel und Lina Ortlepp vor dem Vorhang. Mit der Präsentation des Märchenballetts „Alice im Wunderland“ hat die Ballettabteilung des MTV Seesen im Jubiläumsjahr des Vereins recht eindrucksvoll bewiesen, dass „auch kleine Mäuse Schwänze haben“ und dass auch diese kleinen Mäuse eine hochkarätige Veranstaltung auf die Bühne zu bringen imstande sind. Denn es müssen nicht immer große, zugkräftige Künstler-Namen sein, die viele Menschen in den Musentempel im Schulzentrum locken – unsere Kinder können es genau so gut. Während nach der Vorstellung unser Vorsitzender Kai Labenski Angela noch auf der Bühne zu ihrem Erfolg gratulierte und ihr im Namen des Vereins einen Blumenstrauß überreichte, händigten gleichzeitig Ilona Philipps und Günter Friebe (ebenfalls auf der Bühne) an alle kleinen und großen Akteure als sichtbaren Dank und als Anerkennung für ihre Leistung die Jubiläums-Sticker aus. Ein „Auszeichnung“, die sich alle redlich verdient hatten. Herbert Sander
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Abteilungsleiterin:
Angela Göbel
Schützenallee 11
38723 Seesen
Tel. : 05381-706 72