SV Stöckheim vs. MTV Seesen Frauen 32:39 (14:19)
Mit sehr viel Respekt sind die MTV Frauen in ihr erstes Auswärtsspiel der laufenden Saison gegen Stöckheim angegangen; man hatte den Gegner schon zu den spielstärkeren Mannschaften der Liga eingeordnet. Anfangs verlief das Spiel nicht unerwartet auf Augenhöhe völlig ausgeglichen. Die Führung wechselte hin und her, niemand konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen und es stand zudem mehrfach unentschieden. Bis zur 20. Spielminute änderte sich am Spielverlauf wenig. In den Spielminuten vor dem Seitenwechsel drehten die MTVer auf und brachten das Spiel durch einen 6:2-Lauf in eine andere, aus Seesener Sicht, positive Richtung. Diese Tendenz hielt in der zweiten Halbzeit unverändert an; der Vorsprung vergrößerte sich ständig und betrug über lange Zeit dauerhaft zehn Treffer. Das Angriffsspiel profitierte von dem Raum, der sich durch die permanente enge Deckung gegen Janica Voigt zwangsläufig ergab. Der Platz am Kreis wurde immer wieder optimal genutzt; die Abwehr der Gastgeber wirkte mitunter hilflos - man konnte den Angriffsschwung der Seesener selten bremsen. Trotz enger Bewachung war Janica Voigt auch weiterhin wie gewohnt spielgestaltend und leitete viele Angriffe geschickt und klug ein. Sie war auf Grund ihrer Dominanz und ihrer handballerischen Klasse einfach nicht auszuschalten und kam trotz enger Deckung allein in der zweiten Halbzeit auf sieben Treffer. Der Spielausgang war vorzeitig zu Gunsten der Gäste entschieden, wenngleich man sich die Aufgabe in Stöckheim schon schwerer vorgestellt hatte. Beeindruckend war der Teamspirit, den man von außen auch dann wahrnahm, wenn es mal nicht so rund lief. Mit diesem Auswärtssieg haben die MTV Frauen Platz 1 in der Tabelle gefestigt; nach drei Spielen liegt man mit 6:0 Punkten ganz vorn und kann den nächsten beiden Heimspielen mit einer gewissen Gelassenheit entgegensehen.
MTV Seesen:
Johanna Meinecke im Tor; Janica Voigt (15), Mia Hölscher (6). Laura Omiecina (5), Saskia Töpperwien (5/2), Daria Sierra Llata (3), Diana Martinic (2), Jana Schmalriede (2), Anna-Sophie Kopp (1), Samantha Stumpf und Hannah Macke